Budget der Primarschule Dänikon-Hüttikon, der Bogen war überspannt.

Erneut erlitt die Primarschulpflege Dänikon-Hüttikon an der Schulgemeinde mit einem Kreditantrag Schiffbruch. Dass eine Lösung für die sich abzeichnende hohe Schülerzahl gefunden werden muss ist unbestritten, auch eine Aufwertung und Erweiterung der Räumlichkeiten für Lehrer und Schulleitung ist angebracht. Mit dem Projektierungskredit für die Schulraumerweiterung welche lediglich für einige Spitzenjahre benötigt, aber mit gegen drei Millionen zu Buche schlägt und der damit verbundenen Steuererhöhung um fünf Prozent auf 55%, hat die Schulpflege den Bogen überspannt.
Das Problem ist einmal mehr, dass die Schulpflege die kritischen Stimmen im Vorfeld, inklusive der Gemeindeexekutiven von Dänikon und Hüttikon ausgeblendet hat und dann an der Schulgemeindeversammlung erstaunt ausgebremst wird. Es scheint als lebe die Schulpflege und die Schulleitung in einem Mikrokosmos, welcher weitgehend vom politischen Umfeld abgeschottet, teure Maximallösungen ausarbeitet. Wir wollen, dass die Schule ein attraktiver Arbeitgeber ist und den Lehrern ein gutes Arbeitsumfeld bietet, wir wollen aber auch, dass unsere Gemeinden für die Einwohner attraktiv bleiben. Dazu bedarf es ausgewogene Lösungen welche breit abgestützt und schliesslich mehrheitsfähig sind, ich bin überzeugt ein Konzept mit einer dauerhaften Verbesserung der Räumlichkeiten für Lehrer und Verwaltung sowie einem Provisorium für den vorübergehenden erhöhten Platzbedarf an Klassenräumen wäre ein solcher Ansatz. Ich verstehe, dass die Schulpflege das Beste für die Schule will und bedaure, dass sie es verpasst hat mit einem realistischen Blick auf die Ausgangslage unter Einbezug der kritischen Stimmen,  eine umsetzbare Lösung vorzuschlagen. Ich hoffe dass es nun nicht wieder, wie oft nach solchen politischen Niederlagen, zu Frustabgängen aus der Schulpflege kommt. Langfristig muss man sich jedoch schon fragen, ob es zweckmässig ist, dass sich Dänikon und Hüttikon insgesamt drei Gemeindeexekutiven leisten, die Schulpflege verwaltet nun immerhin 53 Steuerprozente der beiden Gemeinden. Weniger aus Kosten-, mehr aus Qualitätsgründen müsste objektiv betrachtet eine Fusion mit damit einhergehender Einheitsgemeinde mindestens wieder auf die politische Agenda kommen. Damit wäre gewährleistet, dass die Projekte der Schule in einem gesamtheitlichen Rahmen aufgegleist würden und damit wesentlich mehr Aussicht auf Erfolg haben dürften als es derzeit offensichtlich der Fall ist.

Aktuell

Parolen zum 24.September 2017
Parolen

Gemeindewahlen 2018:
Sind Sie interessiert an einem Gemeindeamt? Melden Sie sich an:
www.ochsentour.ch


antistau